Wie wird man Dolmetscher?

über mich
Sprachen & Kultur: Faszination pur!

Neue Sprachen zu erlernen und bis dato fremde Kulturen zu "entdecken" stellt für viele Menschen eine sehr große Faszination dar. Man eignet sich neues Wissen an, macht interessante Erfahrungen und erweitert dabei nicht zuletzt auch den eigenen Horizont. Und genau um diese Faszination soll es in Zukunft auch auf diesem neuen Blog zum Thema "Sprachen und Kultur" gehen. Ihr werdet (wenn auch nur virtuell) auf spannende Reisen und "Entdecker-Touren" mitgenommen. Ihr bekommt Einblicke in das Leben in anderen Kulturen und erfahrt viel Wissenswertes über Sprachen. Und zwar auch über solche, die über so weitverbreitete Sprachen wie Englisch und Französisch hinausgehen. Und nun ganz viel Spaß beim Lesen, Lernen und Entdecken!

Suche
Kategorien
Archiv
letzte Posts
Schlagwörter

Wie wird man Dolmetscher?

14 Mai 2021
 Kategorien: , Blog


Der Beruf des Dolmetschers ist sicherlich schon etwas spezieller und keine gewöhnliche Aufgabe, weshalb die wenigsten diesen in der Schule als Traumjob angeben werden. Doch ist es eine interessante Tätigkeit, die viel Abwechslung verspricht und gute Zukunftsaussichten hat. Als fertiger Dolmetscher spricht man mehrere Sprachen fließend und vermittelt zwischen Parteien unterschiedlicher Muttersprachen. Die Einsatzgebiete sind sehr breit gefächert, so kann man auf Ausstellungen, Pressekonferenzen oder Debatten im politischen Sektor eingesetzt werden. Um dahin zu kommen, steht je nach Bundesland entweder ein Studium im Bereich Translation oder eine dreijährige Ausbildung an. In einem Master kann man sich dann noch darauf fokussieren, eine mündliche Rede zu übersetzen. Das gilt als die Königsdisziplin, das sogenannte Konferenzdolmetschen.

Am gängigsten ist das Dolmetschen von Redebeiträgen. Arbeitet man selbstständig, dann erhält man je nach Kenntnisstand die vielfältigsten Aufträge. Unterhaltungen oder Reden sind thematisch sehr verschieden und müssen, dann in die jeweilige Wunschsprache übersetzt werden. Bei großen Veranstaltungen wird in der Regel simultan übersetzt, also quasi zeitgleich mit dem Sprecher. Dabei sitzt man in einer isolierten Kabine und hat den Sprecher auf dem Ohr. Bei kleineren Veranstaltungen, sitzt man gemeinsam mit allen anderen in einem Raum und übersetzt zeitversetzt nach jeder Aussage des Sprechers für die anderen Beteiligten. Dabei muss man sich natürlich einiges an Inhalt merken, weshalb man im Studium oder in der Ausbildung ein bestimmtes Zeichensystem erlernt, mit dem die wichtigsten Punkte sehr schnell festgehalten werden können. In ganz kleinen Gruppen, kann man die Übersetzung auch mal flüsternd weitergeben.

Da sich jede Sprache weiterentwickelt und immer wieder neue Begriffe hinzukommen, muss man sich stetig weiterentwickeln. Darüber hinaus muss man natürlich auch ein Grundverständnis für die Thematik mitbringen, die man gerade übersetzt, damit der Inhalt auch verständlich ist. Dazu besucht man entweder Kurse oder man arbeitet sich vor solchen Aufträgen in die Thematik ein. Redebeiträge werden nie eins zu eins wiedergegeben, sondern lediglich sinngemäß, weshalb man thematisch und verbal alles exakt verstehen muss.

Um auch bei schwierigen oder komplexen Themen passende Formulierungen zu haben, legt man sich als Übersetzer vor einer Veranstaltung meistens ein Wortverzeichnis an. Damit soll kein Wörterbuch ersetzt werden, sondern es geht um besondere Fachtermini und seltene Ausdrücke. So kann man auch bei Gesprächen von Experten oder Wissenschaftlern die Inhalte sauber wiedergeben.

Als Dolmetscher ist man meistens freiberuflich tätig, weshalb der Einsteig nicht unbedingt leicht ist. Anschließend geht es darum, sich einen Namen zu machen und einen festen Kundenstamm aufzubauen. Ein gutes Netzwerk ist deshalb sehr wichtig und es sollte auch ständig weiter ausgebaut werden. Festanstellungen sind auch möglich, jedoch nur sehr begrenzt verfügbar.

Weitere Informationen finden Sie bei Esther Lewit Diplom-Dolmetscherin.