Dolmetscher für Konferenz – so geht barrierefreies Dolmetschen

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Sprachen & Kultur: Faszination pur!

Neue Sprachen zu erlernen und bis dato fremde Kulturen zu "entdecken" stellt für viele Menschen eine sehr große Faszination dar. Man eignet sich neues Wissen an, macht interessante Erfahrungen und erweitert dabei nicht zuletzt auch den eigenen Horizont. Und genau um diese Faszination soll es in Zukunft auch auf diesem neuen Blog zum Thema "Sprachen und Kultur" gehen. Ihr werdet (wenn auch nur virtuell) auf spannende Reisen und "Entdecker-Touren" mitgenommen. Ihr bekommt Einblicke in das Leben in anderen Kulturen und erfahrt viel Wissenswertes über Sprachen. Und zwar auch über solche, die über so weitverbreitete Sprachen wie Englisch und Französisch hinausgehen. Und nun ganz viel Spaß beim Lesen, Lernen und Entdecken!

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Dolmetscher für Konferenz – so geht barrierefreies Dolmetschen

3 Juni 2022
 Kategorien: , Blog


Wer eine Konferenz plant, braucht einen Dolmetscher – zumindest, wenn die Konferenz mehrsprachig ist oder aber barrierefrei sein soll. Ein Dolmetscher sorgt schlussendlich dafür, dass wirklich jeder die Konferenz versteht, sei es in der eigenen Muttersprache oder in Gebärdensprache. Doch wie wird eine Konferenz eigentlich barrierefrei und welche Rolle spielen Dolmetscher dabei? Die Dolmetscher für Konferenzen sind gemeinhin bekannt als die Stimmen im Hintergrund. Niemand kennt sie wirklich, dafür leisten sie harte Arbeit in der Tonregie. Sie übersetzen das auf der Bühne, dem Podium oder während einer Diskussion Gesagte in eine andere Sprache – parallel zu dem, was die Protagonisten sagen. Das kann jede beliebige Sprache der Welt sein. Dafür hören sie genau zu, übersetzen in Windeseile und wiederholen dann den Inhalt mit eigenen Worten. Zuschauer, etwa im Livestream oder in den jeweiligen Ländern am Fernseher, können dann die Konferenz in ihrer jeweils präferierten Sprache hören.

Dolmetscher für Konferenz
Menschen, die nicht hören können, brauchen jedoch ein anderes Konzept. Auch für sie gibt es Dolmetscher für Konferenzen – Gebärdendolmetscher sowie Personen, die das Gesagt transkribieren, also in Untertitel umwandeln. Letztere hören zu, was gesagt wird, tippen dies blitzschnell ein und spielen beinahe in Echtzeit den Untertitel aus. Mittlerweile gibt es dafür sehr gute Computersysteme, doch wirklich hundertprozentig zuverlässig funktionieren diese noch nicht. Das Problem bei Schrift ist, dass es natürlich auch Analphabeten unter den Gehörlosen gibt. Selbst wenn nicht, so mag nicht jeder Schrift lesen. Gebärdendolmetscher sind dabei die richtige Wahl.

Sie wohnen der Konferenz bei und haben für gewöhnlich einen festen Platz in direkter Nähe zu den Rednern. Gibt es mehrere Redner, gibt es auch mehrere Gebärdendolmetscher. Sie übertragen parallel das Gesagte in Gebärdensprache. Da dies ein sehr kraftraubender Prozess ist, wechseln sich häufig mehrere Gebärdendolmetscher ab – gerade bei längeren Konferenzen. Für das Publikum im Livestream einer Konferenz gibt es normalerweise eine separate Kamera für den Gebärdendolmetscher. Die Regie schneidet ihn dann in das Videobild, sodass auch Gehörlose im Stream der jeweiligen Konferenz beiwohnen können.

Die Kombination aus allen möglichen Systemen macht eine Konferenz erst wirklich barrierefrei. Gebärdensprache gibt es zwar in unterschiedlichen Dialekten, doch schlussendlich ist es möglich, dass sie globaler eingesetzt werden kann. Das heißt, dass ein Gebärdendolmetscher auch – je nach Zielpublikum – für unterschiedliche Muttersprachler Gebärden sprechen kann. Parallel dazu können Dolmetscher für Konferenzen eingesetzt werden, die die Sprache übersetzen und auf dem Tonkanal zu hören sind. Gibt es dann noch ein sogenanntes Live-Transkript, also die Echtzeit Untertitel, so sollte wirklich beinahe jeder bedient sein, der der Konferenz folgen möchte. Die Wahl, auf welche Art und Weise er oder sie die Inhalte dann empfängt, obliegt jedem einzelnen Teilnehmer.

Weitere Informationen zum Thema Dolmetscher finden Sie auf Webseiten wie z. B. von Esther Lewit Diplom-Dolmetscherin.